Hier auf der Insel geht alles seeeeeeeeeeeehr gemütlich zu und weil man am Nachmittag nicht so richtig was zu tun hat, werden Fußballturniere veranstaltet. Wenn mal eine größere Reisegruppe kommt, wird gegen die gespielt, und wenn sich sonst niemand findet, spielen halt zwei Inselmanschaften gegeneinander. Wobei man immer alles genau ausdiskutieren muss, es ist ja schließlich zu warm zum rennen. Die entsprechenden Fanblocks sind auch immer dabei und für das leibliche Wohl ist auch gesorgt.
Das ist übrigens unser Pool im Hotel, an dem werden wir die letzten 4 Tage unseres Urlaubs in aller Ruhe genießen und nur faulenzen. Da die meisten Besucher nur maximal 3 Tage auf der Osterinsel bleiben und in dieser Zeit ihr Pflichtprogramm mit Rundfahrten absolvieren müssen, haben wir den Pool meistens alleine.
Gestern war jedoch auch für uns noch mal Inselrundreise angesagt und nochmals Moaisgucken. Der hier ist der einzige, der Augen hat. Man ist sich aber nicht so ganz sicher, ob alle Moais Augen hatten, hat aber Bruchstücke von Augen gefunden und hat sie für ihn danach rekonstruiert.
Das sind die Überreste eines Wohnhauses. In die Löcher in den Fundamentsteinen wurden Äste gesteckt welche in der Mitte zusammengebunden und mit Bananen- und Palmblättern verwebt wurden. Das Ganze sah dann aus wie ein umgedrehtes Schiff. In den Häusern hat man nur geschlafen, gelebt hat man den ganzen Tag draußen.
Der Friedhof hier auf der Insel ist auch wieder recht bunt und ich denke, es gibt schlechtere Wohnlagen für die Ewigkeit.
Das sind die einzigen Moais, welche zum Meer schauen. Alle anderen schauen zum Land hin. Eine einfache Erklärung ist, dass sie auf einer Insel stehen und hinten auch das Meer im Rücken haben, eine andere und viiiiiel schöner Erklärung ist, dass der Urvater der Insel, Hotu Matua einen Traum hatte und hierbei die Insel sah. Er sandte 7 Erkunder aus und diese sahen genau die Details, welche Hotu Matua geträumt hatte und fanden die Insel. Für sie sollen diese 7 Moais stehen.
Überblicke über die Insel, welche nur aus verschiedenen Vulkanen besteht. Der höchste ist irgendwas in den 500 Metern:
Die roten "Hüte" mancher Moais kommen aus einem anderen Steinbruch wie die eigentlichen Figuren. Die Pukaos wurden dann nachträglich aufgesetzt und hielten nur durch ihr Gewicht. Die Löcher, die man hier sieht, hat ein Hirte reingeschlagen, der hat in den Hüten (hat er wohl mit Hütten verwechselt) übernachtet.
Das ist mein persönlicher Lieblingsmoai (C.: weiß auch nicht warum, ist aber so) . Er steht ganz alleine in der Landschaft und hat einen total zufriedenen und friedlichen Gesichtsausdruck. Er hat sich wohl damit abgefunden, hier für die Ewigkeit zu stehen und einfach nur zu gucken (wenn er nicht so langsam zerbröckelt)
Andere haben ihren Kopf verloren und schauen weniger zufrieden:
Noch ein abgefallener Hut:
....und Landschaft, die ganze Insel im Überblick:
.....und ab und zu kommt hier halt mal eine Regenwolke, die ist aber in spätestens 10 Minuten wieder durch und die Sonne scheint.
Auch eine Geschichte, die uns Sabine so schön erzählt hat, der Vogelmannkult: Auf die hintere, größere Insel mussten jedes Jahr die kräftigsten Männer schwimmen. Zuerst mussten sie die Steilküste hinunter klettern, dann die 3 km zu der Insel schwimmen, dort ein Vogelei aus dem Nest holen, zurück schwimmen und wieder die Steilküste hoch. Wer als erster (mit ganzem Ei!!!!) ankam, war der Regent für ein Jahr und durfte dann hoch über den Felsen in einem richtig soliden Steinhaus wohnen und regieren.
Das Haus des Herrschers war natürlich auch mit Steinarbeiten besonders geschmückt,
und direkt hintendran gibt es einen mit Süßwasser gefüllten Vulkankrater
Zum Abschluss unseres Ausflugs haben wir dann noch eine Höhle besucht, in welcher noch alte Höhlenmalereien über den Vogelmannkult zu sehen sind.
und so sieht hier der Abend aus:
Grüße an alle
Ps.: (C.:) Ich hab' schon ziemlich viel Hähnchenfleisch gegessen, aber unser Hotelltyrann war leider noch nicht dabei. Im Moment meint er gerade wieder den Chef im Hühnerhof spielen zu müssen und macht ein ganz schönes Spektakel
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