Freitag, 28. Januar 2011

Nach Puerto Guadal

 
Wir sind zwischenzeitlich im großen Süden angekommen. Die Klimaveränderung ist mehr als deutlich zu spüren. Die Temperaturen gehen kontinuierlich nach unten, die Antarktis lässt grüßen. Es ist die meiste Zeit über extrem windig, Sonne und Wolken wechseln sich permanent ab. Dazwischen spritzelt es auch immer wieder mal. Die Berge und Gletscher versteckten sich somit auch immer wieder mal hinter den Wolken

Unsere Fahrtstrecke von Coyhaique nach Puerto Guadal führte durch extreme Landschaften, von denen ihr einfach eine unkommentierte Auswahl an Bildern bekommt. Die ersten 90km waren noch geteert, die restlichen 200km hatten wir die hier üblichen Rüttelpisten.













Unterwegs haben wir einen Abstecher an den Paredon de las Manos gemacht, Felszeichnungen der Ureinwohner, wo sie meistens ihre Hände verewigt haben.











Danach sind wir für einen Tasse Kaffee von der Carreta Austral abgebogen und haben einen 10km Umweg in ein Dorf gemacht und im dortigen Kaffeehaus dann auch einen Nescafe bekommen.

Sonst gabs nur noch Bier. Dass wir die einzigen Gäste waren, braucht man glaube ich nicht zu erwähnen.


Das Dorf hatte immerhin ein Fußballstadion.


Nur die Fußgängerbrücke über den Bach ist leicht reparaturbedürftig.


Im weiteren Verlauf der Strecke fuhren wir zunächst einen Fluss entlang, der übersetzt „toter Fluss“ heißt. Hier wurde 1991 bei einem Vulkanausbruch sämtliche Vegetation unter einer meterdicken Ascheschicht erstickt. Heute sieht man das nur noch an den Bäumen, der Rest drumrum ist schon wieder recht grün.


Die letzten 100km nach Puerta Guadal führten am Lago General Carrera entlang, dem größten See von Chile und dem zweitgrößten in Südamerika mit über 180km Länge.








Die Bilder vom See haben übrigens keinen Farbstich, das sieht original so türkis aus, absolut unwirklich.
 
Unsere Übernachtungsstation, die Terra Luna Lodge, liegt 2km außerhalb von Puerta Guadal. Wir haben hier das schönste Zimmer bekommen, ein Baumhaus in 6 Metern Höhe, mit einem fantastischen Blick auf den Lago General. Wir sind hier 2 Tage und werden uns morgen Mittag einfach auf die Terrasse setzen und See gucken.

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