Gestern hat das mit dem Mietwagen, den wir um 08.00 Uhr am Hotel bekommen sollten, natürlich wieder nicht geklappt. Wie ließen dann vom Hotel anrufen, haben erstmal ausgiebig gefrühstückt und dann war die Karre auch da.
Wir haben dann sage und schreiben 45 Minuten gebraucht, um von Temuco aus die Abfahrt zu der Nebenstrecke zu finden, die wir uns für die weitere Fahrt ausgesucht hatten. Sie war in der Stadt immer wunderbar ausgeschildert, dann verschwanden die Schilder und plötzlich standen wir wieder in der Innenstadt. Das hatte allerdings den Vorteil, dass wir bei unserer unfreiwilligen Exkursion am Mercado Muncipal vorbeigekommen sind, den wir am Abend zuvor, als wir zu Fuß in der Stadt unterwegs waren, einfach nicht gefunden haben. Das ist mit Abstand der größte Gemüsemarkt, den wir je gesehen haben.
Irgendwie haben wir dann unsere Straße gefunden und sind in Richtung Pucon aufgebrochen.
Die Welt ist jetzt völlig verändert, kein Sand und keine Wüste mehr, sondern eher so ein bißchen Schwarzwald-Feeling...
...außer, dass man immer wieder schneebedeckte Vulkane sieht.
Unterwegs haben wir in Villarica einen Stop gemacht, Die Stadt sieht jetzt, im Gegensatz zu den Städen im Norden, richtig gepflegt aus.
Vor dort aus ging es in Richtung Pucon, wobei wir auf dem Weg dorthin noch einen Abstecher an den Rio Turbio gemacht haben.
Der Fluss wird von 2 Seiten gespeist, von einer Seite kommt glasklares Gebirgswasser, auf der anderen Seite kommt ein dreckig brauner Wasserfall.
Die ganze Gegend hier ist absolute Touristenregion, alles kostet Eintritt und selbst für das Parken bezahlt man überall extra.Wir sind dann gegen 18.30 Uhr in unserem Hotel, 18km außerhalb von Pucon, angekommen.
Die Standardbrückenbauweise auf den Nebenstraßen sieht hier so aus.
Da es nur 800 m vom Hotel entfernt noch einen schönen Wasserfall, den Ojo de Caburgua gibt, der eigentlich aus 4 Wasserfällen besteht, sind wir noch dorthin gelaufen. Durch die hohen Bäume drumrum, kam allerdings keine Sonne mehr auf das Wasser, so dass uns das berühmte Farbenspiel des Tümpels versagt blieb. Zum Hotel gehören neben diversen Hunden und Katzen auch diese Vögel, die es in der ganzen Region gibt und die ein fürchterliches Geschrei, auch mitten in der Nacht, machen.
Auf dem Weg zum Hotel und auch vom Hotel aus sieht man den aktiven Vulkan Villarica (heißt wie die Stadt), der wirklich wunderschön ist und den ganzen Tag vor sich hinqualmt. (das ist uns einfach sympathisch)
Für heute stand der Besuch des Huerquehue Nationalparks, der nur 15 km vom Hotel enfernt ist, an. Was da die Reiseplanerin geritten hat, wissen die Götter. Wir also heute früh dahin, Eintritt bezahlt und dann muss man das Auto stehen lassen. Laut Reiseführer kommt dann ein kurzer, steiler Anstieg und dann ein einfacher Weg zu 3 Seen und wunderschönen Wasserfällen. Fakt ist, dass es kilometerlang nur, und zwar nur nur nur durch den Wald steil bergauf geht, so dass wir schon mal 4 Stunden brauchten, um an den ersten See zu gelangen. Dazwischen sieht man kaum was, weil nur an ganz wenigen Stellen Lichtungen sind, von denen man etwas von dem drumrum sehen kann.
Natürlich gab es dazwischen wieder Abstecher zu Wasserfällen, die dann auch mal schlappe 400 Meter steil runter führten und die man anschließend wieder hochlatschen konnte.
Wir waren uns am Ende nach 8 Stunden einig, dass das einer der Wege war, den man definitiv nur einmal im Leben läuft.
Das einzig wirklich interessante waren die Araukaien-Bäume, die wir bis jetzt noch nirgends gesehen hatten.
Außerdem gabs noch tausende von Eidechsen, wobei das ein besonders ausgefallenes Exemplar war.
So weit von gestern und heute. Morgen gehts nach Argentinien nach San Martin de los Andes.
Grüße an alle
Freitag, 21. Januar 2011
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