Montag, 7. Februar 2011

Ende der Welt – Ushuaia

Gestern Abend haben wir uns kurz nach 21 Uhr (vorher geht man hier nicht Essen, zumal es bis ca. 22.00 Uhr hell ist) auf die Straße gewagt und es hat uns wieder fast umgepustet. Der Wind hier ist zum Teil wahnsinnig. Direkt hinter unserem Hotel haben wir aber eine ganz urige Kneipe gefunden in der es mal als Kontrastprogramm zum Rinderfilet einen leckeren hausgemachten Hamburger gab.

Heute Morgen haben wir von unserem Hotelzimmer aus erst mal ein typisch südamerikanisches Phänomen beobachten können: Montags wird das Gehalt ausbezahlt, und zwar von der Bank. Also stellt man sich geduldig in eine Reihe und wartet bis man dran ist. Bis wir mit dem Frühstück fertig waren, war die Schlange noch mal doppelt so lang.

Danach hatte sich unsere Karre dann mal wieder was Neues überlegt. Da sie ja jetzt nicht mehr jaulen kann, weil Batterie über Nacht abgehängt, hat sie einfach die Luft rausgelassen, nämlich hinten rechts so bis auf 0,4bar. (hoch lebe der mitgeschleppte Kompressor).

Mit 2x Luft nachfüllen ging es dann in Richtung Ushuaia. (Man hätte ja auch das Ersatzrad montieren können, aber es sah einfach so aus, als ob das auch ohne dreckige Hände geht) Zuerst war die Strecke noch recht eintönig, dann ging es aber wieder ins Gebirge und trotz Wolkendecke haben ab und zu die Bergspitzen rausgeschaut und nach und nach wurde das Wetter wieder besser. Hier hat man wirklich an einem Tag so ziemlich alle Wetter die es gibt.







In Ushuaia haben wir gleich am Ortseingang eine Werkstatt gefunden, in der sie uns innerhalb von nicht einmal einer halben Stunde den Reifen geflickt haben...



...(es war eine hochkant gestellte Unterlagsscheibe längs mittig im Profil) und das zum Preis von umgerechnet 4,50 Euro. Ich glaube ich schreibe mal einen Reiseführer über die besten Autowerkstätten der Welt.

Bis wir dann unser Hotel hier gefunden haben, hatten wir eine komplette Stadtrundfahrt hinter uns, weil die direkte Straße hier her gesperrt ist und wir über diverse Schotterpisten einmal ganz drum rum fahren mussten. 

Das Hotel ist zwar etwas außerhalb, aber wir haben von hier einen fantastischen Blick über die Berge und den Beagle-Kanal. 





Momentan liegen im Hafen 3 riesige Kreuzfahrtschiffe und dementsprechend ist auch das Publikum in der einzigen Einkaufsstraße. Die Passagiere müssen aber alle um spätestens 20 Uhr wieder an Bord sein um sich für ihr Dinner aufzumörteln, dann ist hier wieder Ruhe.


Hier noch ein paar Eindrücke von Ushuiaia.






Grüße an alle

Ps.: was wir gestern zu unserem Polizeibericht noch vergessen haben: er hat doch sage und schreibe die Tagebuchnummer 003/2011, und das im Februar!!!! Da sieht man mal wie hier das Verbrechen tobt.

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