Gestern Abend, nachdem wir den Blog bereits veröffentlicht hatten, gab es nach dem Abendessen einen tollen Regenbogen. Wir standen dabei im strahlenden Sonnenschein und waren erst ganz erstaunt, wo der herkommt, weil wir die schwarze Wand vorher gar nicht bemerkt hatten.
Der Regen blieb dann auch dort beim Regenbogen und kam nicht mehr bei uns an.
Heute Morgen haben wir Porvenir pünktlich um 08.00 Uhr mit der Fähre verlassen.
Wir haben dabei festgestellt, dass es in diesem Monat der einzige Tag ist, an dem die Fähre so früh fährt. Normalerweise fährt sie immer zwischen 14.00 und 20.00 Uhr. Wir waren richtig froh, dass wir den Tag erwischt haben, weil wir beim besten Willen nicht gewusst hätten, was wir in Porvenir bis am Abend hätten treiben sollen. Es gab da einfach gar nichts und auch nichts drumrum.
So waren wir also schon um 10.30 Uhr in Punta Arenas, viel zu früh für unser Hotel. Wir sind erstmal auf den Friedhof gegangen, der als einer der schönsten in Südamerika gilt und eine der wenigen Sehenswürigkeiten hier ist.
Der Schnitt der Koniferen, die überall auf dem Friedhof stehen, ist auf jeden Fall recht aufwändig.
Nach der morbiden Einlage sind wir ins Hotel gefahren, einem schönen Backsteinbau nicht weit vom Zentrum.
Danach haben wir uns die Stadt ein wenig angeschaut, was aber nicht viel Zeit braucht, weil Punta Arenas, wie die meisten Städte in Chile, einfach wenig Flair hat. Die haben hier mit viel Aufwand eine recht schöne Hafenpromenade gebaut, allerdings sind dort kaum Leute, weil die Infrastruktur drumrum einfach nicht stimmt. Es gibt weder Straßencafés noch Geschäfte, so dass sich der Betrieb ein paar Straßen weiter abspielt. Die Promenade wird allenfalls von Seevögeln bevölkert.
Jetzt haben wir noch ein bisschen eingekauft, weil wir morgen für 3 Tage in den Nationalpark Torres del Paine gehen und es dort keine Möglichkeit zum Einkaufen (noch nicht mal Benzin) gibt. Ob wir dort Internet haben, wissen wir auch nicht. Falls nicht, kann es sein, dass ihr länger nichts mehr hört (lest), weil wir direkt danach für 5 Tage aufs Frachtschiff gehen und dort das WLAN dann wohl endgültig versagen wird.
Grüße
Donnerstag, 10. Februar 2011
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