Sonst gab es auf der ganzen Strecke, außer ein paar Schafen und Nandus, wenig zu sehen.
Wir hatten die 312 km nach Rio Gallegos deshalb bereits um 13.00 Uhr geschafft und waren perplex, als wir die Stadt erreicht haben. Wir hatten mit einer Kleinstadt, wie alle anderen auch, gerechnet. Tatsächlich ist Rio Gallegos eine richtig große, dreckige Industriestadt, in der wir erst mal unser Hotel suchen mussten. Da wir bereits da merkten, dass uns die Stadt nicht gefällt und es auch nicht einen einladenden Straßenzug gab, in dem man einen Stadtbummel machen kann, haben wir uns entschlossen, einen Ausflug nach Cabo Virgenes zu machen. Dort gibt es eine der größten Brutstätten der Magellanpinguine in Südamerika. Hier leben ca. 300.000 Pinguine, die Anfang November zum brüten kommen und im März wieder verschwinden.
Wir sind also nochmal 130km Schotterpiste (einfache Entfernung) gefahren und waren total begeistert. So was haben wir noch nie gesehen, überall Pinguine, die vor dir rumwatscheln und den ganzen Strand bevölkern. Und das Beste, wir waren völlig alleine, außer uns war da niemand, da Rio Gallegos abseits aller Touristenströme liegt. Hier ein paar Bilder von den Pingus. Die zerfleddert aussehenden Pingus sind nicht etwa krank, das sind die diesjährigen Jungen, die gerade ihre richtigen Federn bekommen und die Papas rennen die riesige Entfernung morgens ins Meer und abends zurück und bringen lecker Fischchen damit "die Kleinen" auch schön gedeihen.
Das ist wohl der Pingu-Latschari-Platz. Hier sitzen alle "Halbstarken", die sich gerade mitten in der Mauser befinden (wohl vergleichbar mit der Pupertät). Mit den Flaumfedern könnte man ein richtig schönes Kissen füllen.
Wenn sie Sonnenschirme und Handtücher hätten, würde es wohl so wie am Strand von Iquique aussehen.
Papas auf dem Heimweg.
Auch wenn wir damit heute über 600km gefahren sind, hat sich der Ausflug wirklich gelohnt. Die Pinguinkolonien, die wir bisher gesehen hatten, waren winzig im Vergleich zu dem riesen Gebiet, in dem sich hunderttaussende Pingus runtreiben, schreien und vor sich hin stinken.
Grüße
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