Gestern Abend wurde erstmal der Fotoapparat operiert. Mit dem Hotelstaubsauger, der ungefähr die Ausmaße eines kleinen Schranks hatte, haben wir das Gehäuse ausgesaugt. Wir waren uns danach allerdings nicht sicher, ob noch alle Teile im Foto drin sind, die da rein gehören. Er hat allerdings heute mal staubpunkfreie Bilder geliefert, also war das Ganze doch irgendwie erfolgreich.
Entgegen allen Erwartungen und Wettervorhersagen gab es heute Morgen stahlblauen Himmel. Nur ganz am Horizont war ein schmales Wolkenband.... und dahinter die Gletscher.
Der Weg war ja schön (C.: steil), aber richtig lang. Nach viereinhalb Stunden sind wir umgedreht und haben eine etwas andere Route zurück in die Stadt genommen.
Die Spitze des Fitzroy-Massivs war die ganze Zeit mehr oder weniger in Wolken aber nie alle Spitzen gleichzeitig, so dass wir eine nach der anderen fotografieren konnten. Die Gletscherfelder darunter waren dagegen meistens in der Sonne. Dazu ging wie immer ein unbändiger kalter Wind, so dass heute unsere Jacken und Wollmützen zum Einsatz kamen.
Dass wir hier nicht immer Sonnenschein haben werden wussten wir von Anfang an, es ist halt nicht Australien. Ich weiß nicht, ob es in der Region überhaupt einen wolkenlosen und vor allem windfreien Tag im Jahr gibt.
Auf dem Rückweg ist dann mal wieder ein Stück vom Gletscher abgebrochen (sieht man links unten) und runtergekracht. Es war so ähnlich wie bei einem Gewitter, das dumpfe Grollen und Getöse hat man erst nach ca. einer halben Minute gehört, da war aber schon alles vorbei. Man muss wirklich gerade hinschauen um so etwas zu sehen.
Jetzt liegen wir im Hotelzimmer und regenerieren unsere Beine. Claudia jammert, dass sie keine Füße mehr hat obwohl ich deutlich sehen kann, dass sie noch dran sind (C.: ich bitte mal wieder um Gutschrift von mindestens 8 Stunden Dienstsport) . Bei mir läuft dafür seit heute morgen permanent die Nase, wohl der Tribut an den patagonischen Wind.
Bis wir essen gehen können, dauert es noch 2 Stunden, weil es hier nirgends vor 20.00 Uhr was gibt. Die Hauptessenszeit in Chile und Argentinien liegt so bei 21.00 Uhr (C.: dafür kommen sie sowohl in Chile wie auch hier in Argentinien morgens vor 11 Uhr nicht wirklich in die Gänge, wichtige Dinge, wie tanken etc. sollte man alles noch abends erledigen).
Morgen fahren wir weiter nach El Calafate. Wenn es morgen früh richtig, ganz komplett blau am Himmel sein sollte, werden wir allerdings erst noch mal ins Valle de Desierto fahren, wo wir gestern schon waren und die Gletscher ohne Wolken anschauen.
Grüße
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen